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Archive for the ‘Integration’ Category

18 Menschen werden aus ihren Häusern geholt, in Fahrzeugen verfrachtet und in ein spezielles Lager zwangsdeportiert.
Alte, Frauen, Kinder – einfach weggebracht.

Was sich anhört wie eine der unzähligen Geschichten aus Diktaturen, ist in Österreichs Süden brutale Wirklichkeit. Ist man Asylant oder irgendein “Ausländer”, kann es schon passieren, dass man der Laune eines Landeshauptmanns ausgesetzt wird. Wenn der Landeshauptmann den “starken” Mann, den “Hardliner” unter den “Hardlinern” spielen will, er wieder in die Schlagzeilen kommen will, den rechtesrechten Rand und den Alltagsrassismus-Topos (”De Oussländaa ghörn olle obgschoben!”) bedienen will, kann es schon vorkommen, dass 18 Tschetschenen völlig unschuldig von Villach nach Traiskirchen deportiert werden, gerechtfertigt mit einer Lüge. Ohne die Ermittlungen der Polizei bezüglich einer Schlägerei zu Silvester abzuwarten, befahl Landeshauptmann Haider, 18 – wie sich nun herausstellt – völlig unschuldige Tschetschenen zu deportieren. Haider hat nicht nur jede Menschlichkeit, Anstand und Sitte ignoriert, sondern auch vor allem den Rechtsstaat. Es ist wohl bis dato die größte Ungeheuerlichkeit, die sich Haider jemals einfallen hat lassen. Und das heißt was.
Ein Justizsystem existiert für den gelernten Juristen Haider nicht – Das Justizsystem ist er.
Während in anderen Ländern dieser Mensch schon längst ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs am Hals hätte, scheint jedoch nicht viel zu passieren.
Die 18 Tschetschenen bleiben laut Haider trotz ihrer Unschuld weiterhin in Traiskirchen, und dürfen nicht mehr zurückkehren.

Dagegen sind die Vorkommnisse in Italien ein Lerchalschaß. Und eines sei gesagt: Nicht nur Kärnten, auch Österreich ist eine Bananenrepublik. Wenn sich ein Rechtsstaat so lange von einem Selbstdarsteller in hohem Politikamt veräppeln lässt, braucht er sich über gar nichts mehr zu wundern. Nicht über den schlechten Ruf im Ausland als provinzielles Reich hinter den Alpen, die EU-Sanktionen, die reaktionäre Rückständigkeit des Landes im geistig-kulturellen Bereich, und über den Massenexodus gebildeter Schichten.

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Schöner Artikel.

„Sach mal, kriegst Du eigentlich hier was von den Hasspredigern mit?“
„Wie kommsten darauf?“
„Naja, liest man doch überall.“
„Liest man wo?“
„In den Zeitungen, Mann.“
„Du solltest den Cicero abbestellen, das würde das Problem lösen.“
„Hm.“

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Es gibt nur einen Moment, wo ich es immer wieder bereue, Geschichte zu studieren. Geschichtswissenschaft ist eine Allroundwissenschaft des „Verstehens“. Man glaubt selbst als Student gar nicht daran, wie oft man schon die Gegenwart besser als zuvor versteht. Je mehr ich die Gegenwart von der Vergangenheit ableiten kann, um so schmerzhafter ist es. Denn so werden besonders große Blödheiten noch blöder, noch irrsinniger, ja erbärmlich. Dann schlage ich mir auf die Stirn und frage mich „Wie kann das im Informationszeitalter eigentlich passieren?“.

Dass Österreich in Europa neben Weißrussland DAS integrationsfeindliche Land ist, dürfte Realisten nicht verborgen geblieben sein. Mehr Sorgen macht mir eine gezielte Frage an das „Volk“, ob denn Einwanderer unsere Kultur bereichern würden. Ein Großteil von den Österreichern verneint das. Das ist wahrlich erbärmlich. Diese Antwort zeigt nicht nur, wie weit entfernt diese Leute von der Gegenwart sind, weil noch immer nicht durchgedrungen ist, dass Österreich im Vergleich ein noch beliebteres Einwanderungsland als die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt, sondern auch die kategorische Unbildung über unsere Geschichte.
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140 berücksichtigte Indikatoren, Platzierungen zwischen 18 und 22 in jeder Kategorie bei 28 untersuchten Ländern. Was wir eigentlich längst wissen (und kaum was dagegen tun) hat es in einer Studie nun auch zu Papier geschafft: Österreich ist integrationsfeindlich!

Österreich zählt in Europa zusammen mit der Slowakei, Griechenland und Zypern zu den Ländern mit besonders schlechten Bedingungen für die Integration von Ausländern.

Das geht aus einem Vergleich der Integrationspolitik hervor, den das British Council und die Migration Integration Policy Groupe am Montag in Brüssel vorgestellt haben. Das integrationsfreundlichste Land in der EU ist Schweden gefolgt von Portugal und Belgien, das integrationsfeindlichste Lettland.

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