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Archive for the ‘Fremdenangst’ Category

Spaßig. Eine Leserin hat uns soeben mitgeteilt, dass ein gewisser Udo Ulfkotte (seines Zeichens „Islamkritiker“, der seit es enorm populär und lukrativ geworden ist schon vier „islamkritische“ Bücher veröffentlicht hat) ein Buch auf den Markt gebracht hat, das „SOS Abendland: Die Schleichende Islamisierung Europas“ heißt. Da musste ich doch prompt an unseren mit Abstand meistgelesenen Artikel denken.

Aber was zählen schon Fakten, es scheint, der Mythos stirbt nicht.

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18 Menschen werden aus ihren Häusern geholt, in Fahrzeugen verfrachtet und in ein spezielles Lager zwangsdeportiert.
Alte, Frauen, Kinder – einfach weggebracht.

Was sich anhört wie eine der unzähligen Geschichten aus Diktaturen, ist in Österreichs Süden brutale Wirklichkeit. Ist man Asylant oder irgendein “Ausländer”, kann es schon passieren, dass man der Laune eines Landeshauptmanns ausgesetzt wird. Wenn der Landeshauptmann den “starken” Mann, den “Hardliner” unter den “Hardlinern” spielen will, er wieder in die Schlagzeilen kommen will, den rechtesrechten Rand und den Alltagsrassismus-Topos (”De Oussländaa ghörn olle obgschoben!”) bedienen will, kann es schon vorkommen, dass 18 Tschetschenen völlig unschuldig von Villach nach Traiskirchen deportiert werden, gerechtfertigt mit einer Lüge. Ohne die Ermittlungen der Polizei bezüglich einer Schlägerei zu Silvester abzuwarten, befahl Landeshauptmann Haider, 18 – wie sich nun herausstellt – völlig unschuldige Tschetschenen zu deportieren. Haider hat nicht nur jede Menschlichkeit, Anstand und Sitte ignoriert, sondern auch vor allem den Rechtsstaat. Es ist wohl bis dato die größte Ungeheuerlichkeit, die sich Haider jemals einfallen hat lassen. Und das heißt was.
Ein Justizsystem existiert für den gelernten Juristen Haider nicht – Das Justizsystem ist er.
Während in anderen Ländern dieser Mensch schon längst ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs am Hals hätte, scheint jedoch nicht viel zu passieren.
Die 18 Tschetschenen bleiben laut Haider trotz ihrer Unschuld weiterhin in Traiskirchen, und dürfen nicht mehr zurückkehren.

Dagegen sind die Vorkommnisse in Italien ein Lerchalschaß. Und eines sei gesagt: Nicht nur Kärnten, auch Österreich ist eine Bananenrepublik. Wenn sich ein Rechtsstaat so lange von einem Selbstdarsteller in hohem Politikamt veräppeln lässt, braucht er sich über gar nichts mehr zu wundern. Nicht über den schlechten Ruf im Ausland als provinzielles Reich hinter den Alpen, die EU-Sanktionen, die reaktionäre Rückständigkeit des Landes im geistig-kulturellen Bereich, und über den Massenexodus gebildeter Schichten.

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…da hakt es doch irgendwo gewaltig im Oberstübchen?

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat einen neuen Vorschlag in die aktuelle Asyldebatte eingebracht. Das Strafregister von Asylwerbern sollte von der Behörde veröffentlicht werden dürfen. Auf freiwilliger Basis, betont Pröll. (…)

„Wenn ein Asylwerber an die Öffentlichkeit geht“, sollte es auch möglich sein, dass die Behörde dies tue, so Pröll. Der Asylwerber solle freiwillig der Behörde die Möglichkeit geben, dass diese seinen Strafregisterauszug veröffentlichen dürfe, erläuterte der Landeshauptmann. [lesen]

Okay, meine Herren Platter und NÖ-Pröll. Abgesehen davon, dass es himmelschreiende Scharlatanerie ist, die Möglichkeiten von Aslywerbern (die wie in den letzten, bekannten Fällen kaum eine andere Option als den Weg an die Öffentlichkeit haben) mit den Hebeln gleichzusetzen, auf denen die Behörden bzw. das Innenministerium sitzt, lasst uns mal darüber nachdenken, zu was das führt.
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Es gibt nur einen Moment, wo ich es immer wieder bereue, Geschichte zu studieren. Geschichtswissenschaft ist eine Allroundwissenschaft des „Verstehens“. Man glaubt selbst als Student gar nicht daran, wie oft man schon die Gegenwart besser als zuvor versteht. Je mehr ich die Gegenwart von der Vergangenheit ableiten kann, um so schmerzhafter ist es. Denn so werden besonders große Blödheiten noch blöder, noch irrsinniger, ja erbärmlich. Dann schlage ich mir auf die Stirn und frage mich „Wie kann das im Informationszeitalter eigentlich passieren?“.

Dass Österreich in Europa neben Weißrussland DAS integrationsfeindliche Land ist, dürfte Realisten nicht verborgen geblieben sein. Mehr Sorgen macht mir eine gezielte Frage an das „Volk“, ob denn Einwanderer unsere Kultur bereichern würden. Ein Großteil von den Österreichern verneint das. Das ist wahrlich erbärmlich. Diese Antwort zeigt nicht nur, wie weit entfernt diese Leute von der Gegenwart sind, weil noch immer nicht durchgedrungen ist, dass Österreich im Vergleich ein noch beliebteres Einwanderungsland als die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt, sondern auch die kategorische Unbildung über unsere Geschichte.
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Das tut der blöde Bock in einem Spiel der größten schweizer Partei (der Schweizerischen Volkspartei). Ein Spiel indem Grüne verprügelt, schwarze Ausländerschafe über die Grenze gekickt, EU-Hüte abgeschossen und Pässe abgefangen werden, bevor sie in die „falschen Hände“ geraten (in vorangig schwarze nämlich). Auch als Österreicher erlaube ich mir da die Frage: Ist die Schweiz überhaupt noch zu retten?

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Die Österreicher lehnen den Bau weiterer Moscheen in Österreich mehrheitlich ab. 55 Prozent sprechen sich dezidiert dagegen aus. Nur 31 Prozent der Befragten geben laut einer im Auftrag von „profil“ vom Meinungsforschungsinstitut OGM durchgeführten Umfrage an, dass sie nichts gegen weitere islamische Gotteshäuser hätten.14 Prozent wollten sich nicht äußern. Das Thema war in den letzten Tagen aktuell geworden, nachdem der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) angekündigt hatte, den Bau von Moscheen mit Minaretten in seinem Bundesland zu untersagen.

www.orf.at

Da kann man ja wieder einmal richtig stolz sein. 55 % dieses aufgeklärten Landes erkennen die Religionsfreiheit nicht an. 55 % sind intolerant, rückständig und noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Bravo, bravo, bravo.

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Laurenz Ennser weiß aus Krems zu berichten, wie die ÖVP am Land wahlkämpft:

…denn: „in manchen wohnblöcken sind einwanderer bereits deutlich in der überzahl“, wie die nön schreiben. im selben artikel ist dann noch die rede von „punktueller überfremdung“, was immer das sein soll.

es ist eben wahlkampf, da darf eine portion alltagsrassismus nicht fehlen, wie es scheint.

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